Donnerstag, 23. Mai 2019
Notruf: 112

Vollbrand in Zimmerei – Gemeinschaftsübung der Feuerwehren

 In einer Gemeinschaftsübung rückten die Freiwillige Feuerwehr Geisenhausen und ihre Ortsteil-Wehren von Bergham, Diemannskirchen, Holzhausen und Salksdorf am Freitagabend aus. Gemeldet war ein Vollbrand in den Hallen des Zimmereibetriebs Vögl in der Benzstraße. 


Trügerische Ruhe lag am frühen Donnerstagabend über dem Gewerbegebiet, kaum ein Auto bewegte sich und kein Fußgänger war unterwegs. Da, plötzlich, bog das Führungsfahrzeug der Feuerwehr Geisenhausen in den Hof des Betriebsgebäudes der Zimmerei Vögl, die Wagentüren öffneten sich und mit Michael Stirner und Johann Hochholzer sprangen die beiden Kommandanten heraus. Noch bevor sie sich einen ersten Überblick über die Lage verschaffen konnten, nahten schon mit Martinshorn und Blaulicht die schweren Einsatzfahrzeuge. Kurze Kommandos schallten über den Hof, die Trupps formierten sich, luden das notwendige Gerät ab und rollten die ersten Schläuche aus. Im Laufschritt machten sich die Aktiven daran, die Anschlüsse bei den Hydranten festzuschrauben. Was nach Ernstfall und Katastrophe aussah, war Gott sei Dank nur eine Gemeinschaftsübung. Wie Kreisbrandmeister Alfred Metzka als Beobachter gegenüber der Vilsbiburger Zeitung erläuterte, wolle die örtliche Feuerwehrführung das Hydrantennetz im Gewerbegebiet und seine Leistungsfähigkeit testen. Außerdem, so Kommandant Stirner, probiere man erstmals eine geänderte Führungsstruktur der Truppe aus: Abschnittsleiter hatten die Kommandanten eingeteilt, um eine klare und schnelle Befehlsweitergabe zu erreichen: „Und das klappt schon ganz gut“, war der kurze Kommentar. „Beim Vögl brennt’s“, so war die Meldung bei Bürgermeister Josef Reff eingegangen, der als Übungsbeobachter zur vermeintlichen Brandstelle geeilt war. Auch Josef Vögl selbst war natürlich anwesend, weil sein Betriebsgelände nach eigener Einschätzung ein „gefährdetes Objekt“ sei. Selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sagte er: „Wir hoffen, dass es nie bei uns brennt.“ In der Zwischenzeit schoss das Löschwasser aus allen Rohren – auch aus luftiger Höhe der Drehleiter. Man habe mit der Übung bewusst die Wasserversorgung des Gewerbegebiets ans Limit gebracht, so Stirner und Hochholzer. Damit könne die Feuerwehrführung zusammen mit der Marktgemeinde eventuelle Veränderungen der Wasserversorgung ins Auge fassen. Mit im Geschehen als Übungsbeobachter dabei waren die Burschen und Mädchen der Jugendfeuerwehr. Am Schluss der Übung - nach der Schlussbesprechung durch die Kommandanten und den Kreisbrandmeister – hatte „Brandleider“ Vögl seine Feuerwehrkameraden zu einem Umtrunk in die Halle eingeladen.

 


Bericht und Fotos Peter Köppen

 

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