Freitag, 21. Februar 2020
Notruf: 112

Ausbildung zu Defibrillator-Zubringer und Ersthelfer

Defi-Zubringer Geisenhausen
Helfer in allen Lebenslagen

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (rechts unten) wies die Aktiven im Umgang mit dem Defibrillator und Erster Hilfe ein.

Rettung von Verletzten und Opfern nach Unfällen, Brandbekämpfung oder Verkehrssicherung: Die Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr sind vielfältig wie das Leben selbst. In Geisenhausen unterstützen die Feuerwehrler in Zukunft auch Rettungsdienst und Notarzt: Über zwanzig Aktive der Feuerwehr Geisenhausen haben sich deshalb im Rahmen des Projekts „Defi-Zubringer durch die Feuerwehr“ zu Ersthelfern ausbilden lassen.

Denn auch wenn bei einem Herzstillstand sofort Rettungsdienst und Notarzt alarmiert werden: Bei einem Herzstillstand geht es um jede Minute. Durch ihre Nähe können die Feuerwehrleute schnell vor Ort sein und die wertvolle Vorarbeit leisten, bis der Arzt eintrifft – und das kann über Leben und Tod entscheiden.

Bei einem Notfall wählt der Hilfesuchende die 112 und erreicht die Integrierte Leitstelle. Der Disponent nimmt den Notruf auf, alarmiert Rettungswagen und Notarzt. Parallel wird auch die örtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten Erstversorgt, bis die medizinischen Hilfskräfte die Behandlung des Patienten vor Ort übernehmen können. Die Feuerwehrler haben sodann ihre wichtige Aufgabe erfüllt.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer, schulte die Feuerwehrler im Umgang mit dem Defibrillator, damit sie in Notfällen in ihrem Gemeindebereich wertvolle Hilfe leisten können – denn bei diesem „Wettlauf mit der Zeit“, und nichts anderes ist ein Herzstillstand, kommt es auf jede Sekunde an.

Dieses erfolgreiche Modell macht auch im Landkreis immer mehr Schule: Nach den Feuerwehren Bodenkirchen, Furth, Jesendorf, Bruckberg, Gündlkofen, Baierbach, Attenhausen und Stollnried ist die Geisenhausener Feuerwehr eine weitere Wehr im Landkreis, die sich an diesem Projekt beteiligt. Der Markt übernimmt dabei die Kosten für die Anschaffung des Defibrillators. Im Landkreis Kelheim ist dieses Modell bereits seit einiger Zeit etabliert.

(Carina Weinzierl, Pressesprecherin Landkreis Landshut)

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