Samstag, 07. Dezember 2019
Notruf: 112
 

Gefahrgutautritt

Technische Hilfeleistung
ABC THL BIO / CHEMIE
Einsatzort Details

Vilsbiburg,Schwalbenfeldstr.
Datum 18.10.2019
Alarmierungszeit 10:13 Uhr
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Aich
    Feuerwehr Ahrain/ GW A/S
      Feuerwehr Bodenkirchen
        Feuerwehr Bonbruck
          Feuerwehr Gaindorf
            Feuerwehr Geisenhausen
            Feuerwehr Gerzen
              Feuerwehr Landshut LZ Stadtlöschzüge
                Feuerwehr Landshut LZ Achdorf
                  Feuerwehr Landshut LZ Siedlung
                    Feuerwehr Landshut LZ Hofberg
                      Feuerwehr Vilsbiburg
                        UG ÖEL Lkr. LA
                          Kreisbrandinspektion LA Land Süd
                            KBI Land 5
                              KBM Gefahrgut
                                Kreiseinsatzzentrale
                                  THW Ergolding
                                    Rettungsdienst
                                      Polizei
                                        sonstige Fachstellen
                                          ABC THL BIO / CHEMIE

                                          Einsatzbericht

                                          Unsachgemäße Gefahrstofflagerung in Industriebetrieb verursacht Großeinsatz der Feuerwehren, Vilsbiburg, Lkr. Landshut, 18.10.2019 ca. 10:15 Uhr 

                                          Ein Großeinsatz der Hilfskräfte lief am Freitagvormittag gegen 10:15 Uhr in Vilsbiburg (Lkr. Landshut) an. In einem Industriebetrieb in der Schwalbenfeldstraße wurde der Austritt von rund 50.000 Liter Gefahrstoff gemeldet. Aufgefallen war dies einem aufmerksamen Passanten, der die Rettungskette in Gang setzte. Daraufhin alarmierte die Integrierte Leitstelle in Landshut die Feuerwehren aus Vilsbiburg, Ahrain, Tiefenbach, Gaindorf, Aich, Bonbruck, Bodenkirchen, Geisenhausen, Gerzen sowie die Löschzüge Achdorf, Hofberg, Siedlung und Hauptfeuerwache der Stadt Landshut. Des weiteren wurde Vollalarm für die Kreisbrandinspektion Süd, die Kreiseinsatzzentrale und weitere Führungskräfte aus Stadt und Landkreis ausgelöst. Auch das Technische Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei fanden sich an der Einsatzstelle ein. 

                                          Zunächst wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und eine erste Erkundung vorgenommen. Da der genaue Gefahrstoff nicht näher bekannt war, mussten die Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen an den Einsatzort vorrücken. Dazu wurden zahlreiche Atemschutzgeräteträger mit chemikalienbeständigen Anzügen ausgerüstet und nahmen erste Messungen vor. Wie die Einsatzkräfte berichteten befand sich der Gefahrstoff in sogenannten Kinderschwimmbecken, welche in der Halle aufgestellt waren, aus welchen der Stoff austreten konnte. Da dies bereits über einen längeren Zeit geschah war vor der Halle der bereits eingetrocknete Gefahrstoff zu sehen. Wieviel des Gefahrstoffes in die Kanalisation eindrang muss nun polizeilich ermittelt werden. 

                                          Am Einsatzleitwagen der Feuerwehr Tiefenbach wurden die Lagebesprechungen abgehalten und über das weitere Vorgehen beraten. Von der Feuerwehr Ahrain wurde sowohl das Messfahrzeug als auch der Atemschutzgerätewagen an die Einsatzstelle entsandt. Aus einem nahen Industriebetrieb wurde ein Chemiker an die Einsatzstelle gebracht, der die Einsatzkräfte unterstützte. Messungen des Gefahrstoffs ergaben, dass es sich um zehnprozentige Phosphorsäure handelte, welche jedoch bereits auf 6% verdünnt war. Während des Einsatzes bestand für die Bevölkerung keinerlei Gefahr. 

                                          Das Bayerische Rote Kreuz war mit einem Rettungswagen, Notarzt und Einsatzleiter vor Ort. Die Dekontaminationsgruppe des Roten Kreuzes für Verletzte musste nicht mehr eingreifen. 

                                          Die Ermittlungen zu dem genauen Schadenshergang hat die Kriminalpolizei Landshut zusammen mit dem Gewerbeaufsichtsamt und Wasserwirtschaftsamt übernommen. Nach rund zweieinhalb Stunden war der schweißtreibende Großeinsatz für die Hilfskräfte beendet und die Reinigung der Gerätschaften konnte beginnen. 

                                          Bericht und Fotos Dominik Götz

                                           

                                          sonstige Informationen

                                          Einsatzbilder

                                           
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